Quecksilberstabilisierung nimmt Quecksilber den Schrecken

Quecksilberstabilisierung nimmt Quecksilber den Schrecken

In elementarer Form ist Quecksilber eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Chemisch gebunden an Schwefel verliert es hingegen seine Giftigkeit und kann sicher endgelagert werden. Der Prozess, der aus dem hochtoxischen Metall ein unproblematisches rotes Pulver werden lässt, wird Quecksilberstabilisierung genannt. Als Spezialist für die Reinigung quecksilberbelasteter Böden und Abfälle mittels Vakuumdestillation hat econ natürlich auch ein Verfahren zur Quecksilberstabilisierung im Angebot. Dabei setzen wir ausnahmsweise einmal nicht auf ein Vakuum.

Quecksilber: faszinierendes Metall und tödliches Gift

Quecksilber ist ein faszinierendes und gleichzeitig tödliches Element. Als einziges Metall, das unter normalen Bedingungen flüssig ist, hielt es seit der Antike Einzug in Alchemie, Medizin und Technik. In moderner Zeit spielte und spielt es immer noch eine Rolle in der Chlor-Alkali-Elektrolyse, der Goldwäsche, der Zahnmedizin und anderer Anwendungen.
Gefährlich ist dabei weniger das Metall selbst. Denn selbst wenn es verschluckt werden sollte, wird es vom Körper kaum aufgenommen und fast vollständig wieder ausgeschieden. Problematischer sind hingegen Quecksilberdämpfe, die das Metall bereits bei Zimmertemperatur abgibt. Von Organismen aufgenommen, verbinden sich diese im Körper zu organischen Quecksilberverbindungen wie beispielsweise Methylquecksilber, das als gefährliches Gift sogar die lebenswichtige Blut-Hirn-Schranke problemlos passiert.
Zwar lassen sich die akuten Fälle von Quecksilbervergiftung mit Todesfolge an einer Hand abzählen, doch die schleichende, chronische Variante ist weitaus tückischer. Denn Verbindungen wie Methylquecksilber reichern sich in Organismen, wie beispielsweise Fischen an und gelangen über den Teller auch zum Menschen. Die Symptome reichen von Kopf- und Gliederschmerzen über Lähmungen und Psychosen bis hin zu Koma und Tod.
Angesichts solcher Gefahren wird die Verwendung von Quecksilber längst genauer hinterfragt. In vielen Bereichen wurde das Problemmetall daraufhin bereits ersetzt und Stück für Stück dem Wirtschaftskreislauf entzogen. Auch bei der Sanierung alter Industrieflächen – beispielsweise durch das umweltschonende VacuDry®-Verfahren – fällt das Metall in Reinform an. Die Herausforderung besteht nun darin, es sicher endzulagern.

econ´s sichere Art der Quecksilberstabilisierung

Als einzige nicht giftige Quecksilberverbindung ist Quecksilbersulfid der ideale Kandidat, das Umweltgift sicher zu entsorgen. Eine Form dieser Verbindung ist als Zinnober bekannt, ein rotes Pulver, dass bereits von vielen Malergenerationen geschätzt wurde. Zinnober löst sich quasi nicht in Wasser und ist damit über sehr lange Zeit stabil.
econ hat eine hochmoderne, effiziente Einheit zur Quecksilberstabilisierung entwickelt, die sogar in einem Container Platz hat. Komplett gekapselt und unter Stickstoffatmosphäre wird das reine Quecksilber in stabilen roten Zinnober umgewandelt.
Dass wir bei diesem Verfahren ausnahmsweise nicht auf ein Vakuum setzen, ist physikalisch und chemisch begründet. Sind bei der Reaktion von Quecksilber und Schwefel auch nur geringe Mengen Sauerstoff zugegen, kann es zu Verpuffungen kommen. Findet die Reaktion im Vakuum statt, genügt eine winzige Undichtigkeit und schon strömt Luft von außen in die Reaktionskammer. Die Folgen für das Personal und die Umwelt wären verheerend.
Hingegen ist die Reaktion in einem hermetisch geschlossenen Mischsystem unter Stickstoff-Atmosphäre bei Umgebungsdruck nicht nur technisch sicherer, sie lässt sich auch wesentlich einfacher bedienen. Das Schutzgas hält dabei den Sauerstoff fern und der neutrale Druck sorgt dafür, dass selbst beim kompletten Versagen einer Dichtung oder einer Fehlbedienung keine explosive Reaktion entstehen kann. Für den extrem unwahrscheinlichen Fall, dass die von econ vorgesehene, redundante Stickstoffversorgung ausfallen sollte, ist der Mischbehälter so massiv gebaut, dass er den Explosionsdruckstoß aufnehmen kann. Jegliche Gefahr für das Bedienpersonal wird so vermieden.
Da dieses Stabilisationsverfahren einfach zu bedienen ist und bereits die kritische Betrachtung externer Zertifizierer überstanden hat, bietet econ die Quecksilberstabilisierung sowohl zum Kauf als auch im Service vor Ort an.

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